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AFRIKA - Buch und Kunst Unsere Ausstellung, die wir mit der Vernissage am 30. Januar 2011 um 17 Uhr eröffnen, hat fünf Hauptdarsteller: Ein Buch und vier aktuelle Afrikanische Künstler. Das neue Buch Afrika und die Kunst wird bei diesem Anlass zum ersten Mal einem speziell interessierten Publikum von dem Herausgeber Günter Kawik und der federführenden Autorin Dorina Hecht vorgestellt. Einige Passagen sollen daraus gelesen werden.
Dem Literarischen wird Optisches in Form von aktuellen Arbeiten der Afrikanischen Künstler Didier Ahadsi, Owusu Ankomah, Romuald Hazoumé und Toyin Loye zur Anschauung gegenüber gestellt. Traditionelle Afrikanische Kunst ist seit etwa 100 Jahren für Missionare, Völkerkundler, Kunstfreunde und Künstler ein Sammelgebiet, das die Fantasie in Europa angefeuert hat und ebenso Eingang in die Museen Westeuropas fand, wie auch in die vornehmsten Galerien und die Vitrinen in guten Stuben von Enthusiasten, Kennern und verbohrten Liebhabern. Man muss nicht erst erwähnen, wie viel Umsätze auch Auktionen und ausgewählte Galerien mit Masken, Skulpturen und anderer Kunst der für ihren Kult arbeitenden Handwerker gemacht haben.
Seit kaum mehr als 20 Jahren werden dagegen Afrikanische Gegenwartskünstler in Europa und Amerika als Kreative einer bis dahin neuen Kunstgattung ernst genommen. Wenige Kuratoren, Museumsdirektoren und Galeristen haben früh festgestellt, welches künstlerische Potential in ihren Arbeiten zu entdecken war. Das hat einigen wirklich guten Künstlern - überwiegend aus den westafrikanischen Staaten und aus Südafrika - zu großer Aufmerksamkeit verholfen und ihnen die Präsenz auf den Elite-Events der abendländischen Kunstszene ermöglicht. Der letzte Preisträger des „Arnold-Bode-Preises“ der „documenta XII“ 2007 war Romouald Hazoumé ! Wir zeigen in unserer Ausstellung mehrere seiner berühmt gewordenen Masken aus Benzinkanistern. Benzin und sein Transport in Kunststoffkanistern spielen eine wichtige Rolle in der Infrastruktur seines Heimatlandes Benin.
Der Afrikanische Mann gilt in Europa als athletisch, gut gebaut und ästhetisch anzusehen. Owusu Ankomah aus Ghana - selbst aktiver Sportler - unterstreicht asketische Körper und verbindet diese in seinen Arbeiten mit Ashanti-Symbolen, die - vorsichtig - mit abendländischen Metaphern oft irritierend vermischt dargestellt werden. Schwarz und Weiß, mit optisch gekonnt gesetzten roten Elementen schaffen Eye-Catcher. Das, im Verbund mit künstlerischer Qualität, belegt seinen Erfolg.
Toyin Loyes Vater war König in Nigeria. Als zweiter Sohn konnte er in die Welt gehen und wurde nach seinem Besuch und Verweilen in vielen Ländern Afrikas, Für unsere Galerie ist es die vierte Ausstellung, die sich mit Gegenwartskunst aus Afrika befasst. Wenn wir jetzt ein Buch vorstellen können, das sich mit traditioneller und aktueller Kunst von Künstlern aus Afrika befasst, sind wir auch ein die wenig Ursache für den hier gespannten Bogen. Wenn nun dem Kreis der Interessierten an traditioneller Afrikanischer Kunst ein breites, neues Spektrum vorgestellt und als folgerichtig erkannt wird und in seiner Farbigkeit, Fröhlichkeit, Kreativität und mit Überzeugung überrascht, ist Buch und Kunst der Schritt nach vorn gelungen. Das Buch heißt Afrika und die Kunst, hat 490 Seiten, misst ca. 31 x 25 cm, ist unter Es ist jetzt und später in der Galerie vorrätig und wird für 98 € angeboten. |