Seite 1 von 2
Kommentare zur Gesellschaft - Plakate von Professor Gunter Rambow Im grellen Licht des Kunstgeschehens steht Plakatkunst nicht in der vordersten Reihe. Aber Plakate haben eine eigene Ausstrahlung und in jedem Exemplar steckt eine Mitteilung.
Das Plakat als Massenprodukt tritt in den täglich größer werdenden Bilderkanon ein. Nur die beste Gestaltung, die interessanteste Nachricht mit der eingängigsten Illustrierung erreicht wirklich das Bewusstsein des Betrachters. Nur wenigen herausragenden Exemplare ist es vergönnt, nach ihrer aktiven Zeit, nicht vergessen zu werden. Aus der großen Schar von Werbegestaltern und Artdirektoren wird auch selten ein Name ins populäre Gespräch kommen. Professor Gunter Rambow gehört zu den wenigen bekannt gewordenen Plakatkünstlern. Seine Politsatiren gehören zum Feinsten, was Künstler als Gesellschaftskritik produziert haben. Motive in seinen Arbeiten lassen erkennen, wie seine künstlerische Ausrichtung mit dem Bauhaus-Gedanken infiziert ist. Folgerichtig entstand eine lange Zusammenarbeit mit dem Möbelhersteller für Klassikdesign TECTA. Die Plakatserie von ausgewählten Exponaten gehört zum Besten, was optische Werbung für ein Produkt bewirken kann. Seine Sparte Theaterplakat hat der darstellenden Kunst zu neuen Aussagen und aktiver Außendarstellung verholfen. Mit sehr großformatigen Arbeiten konnte er demonstrieren, wie die Gesellschaft informiert werden kann und wie aufmerksam diese Mitteilungen angenommen werden. Gunter Rambow unterrichtete von 1974 bis 1988 an der Kunsthochschule Kassel. Die großformatige Bebilderung der Stadt mit seinen Studenten ist dort noch immer im Gespräch.
Von den vielen wichtigen Ausstellungen in Museen sei nur die Eröffnungsausstellung des Deutschen Plakatmuseums im Folkwangmuseum Essen im vergangenen Jahr genannt. Den Leiter dieses Museums René Grohnert konnten wir gewinnen, die Rede zur Vernissage unserer Ausstellung am 6. März um 17 Uhr zu halten. Professor Gunter Rambow wird persönlich anwesend sein. Wir zeigen die Ausstellung Kommentare zur Gesellschaft vom 6. März bis 17.April 2011 und sind mit ausdrucksstarken Plakaten auf der 24. Deutsch-Niederländischen Grafik-Börse in Borken am 11., 12. und 13. März 2011 präsent.
|