|
Ausblick auf die Galeriearbeit 2005 Mit viel beachteten und gut besuchten Ausstellungen des vergangenen Jahres 2004 haben wir uns selbst die Latte für das kommende Jahr sehr hoch gehängt. Unsere Ausrichtung auf Kunst der Gegenwart, die profunde Kenntnis dieses Geschehens und gute Verbindungen zu Künstlern, Akademien anderen Galerien und Kunsthistorikern und der Besuch internationaler Kunstmessen sowie Kunstausstellungen gestattet uns einen optimistischen Blick nach vorn. Wir werden auch in diesem Jahr mehrere Ausstellungen mit sehr bekannten Künstlern präsentieren können. Aber die Vorstellung eines unbekannten Ausnahme-Künstlers, der ab dann seinen populären Weg beginnt, ist weiterhin für uns die prickelnde Vision.
Damit sind wir beim Start unserer „Öffentlichkeitsarbeit“ dieses Jahres: Mitte Februar wollen wir mit dem alten und neuen Medium Malerei die Arbeiten von Frank Jacob Esser ausstellen. Er hat erst vor einigen Monaten sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Professor Konrad Klapheck abgeschlossen. Ganz große und ganz kleine Leinwandarbeiten werden wir von ihm zeigen. Sie sind voller Esprit, gescheitem Witz und immer haben sie eine Geschichte – historisch, zeitkritisch. Der Kleine mit den Hörnern scheint auf jedem Bild hinter der Ecke zu stehen oder den Betrachter aus anderer Perspektive anzugrienen. In April erfüllen wir uns einen lang gehegten Wunsch und stellen Arbeiten von Vera Lossau und Thea Gvetadse aus. Das sind zwei ganz junge Künstlerinnen, die erstaunlich oft mit ihren hervorragenden Arbeiten im vordersten Rampenlicht gestanden haben. Erst im Dezember 2004 konnten beide in einer Ausstellung der DaimlerChrysler-Collection am Potsdamer Platz im Haus Huth in Berlin brillieren. Thea Gvetadse stellte bei der Biennale in Venedig 2003 im Georgischen Pavillion aus. Eine vom Düsseldorfer Regierungspräsidenten Büssow als Schirmherr begleitete Ausstellung im PAN-Museum in Emmerich zeigt ebenfalls ihre Arbeiten und die anderer KünstlerInnen. Vera Lossau hat bis Ende vergangenen Jahres ein begehrtes Studium an der Chelsea Art University in London beendet. Von Statur eine zarte junge Frau zeigt sie doch gewaltige Bronze-Skulpturen, die den Betrachter gefangen nehmen. Weil wir nicht allein überzeugt von den Arbeiten dieser beider Vertreterinnen der Gegenwartskunst sind, wird sich das Künstlerdorf Schöppingen als Mitveranstalter in diese Ausstellung einbringen. Möglicherweise wird es dazu einen Katalog geben. Vielleicht wird Dr. Josef Spiegel die Rede zur Vernissage halten. Wenn Sie auf diese Präsentation ebenso gespannt sind wie wir, wird das durchaus gerechtfertigt sein. Ab Ende August bis Oktober dieses Jahres wird der Kreis Borken Veranstalter und Schauplatz der „Skulpturen-Biennale 2005“ sein. Diese Biennale wurde von den 5 Landkreisen des Münsterlandes nach der „Skulptur-Projekte 1997“ der Stadt Münster, die 2007 wieder stattfinden soll, ins Leben gerufen. Die Landkreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf haben nun den Staffelstab an den Kreis Borken weitergegeben. Mit der Absicht, sich die Erfahrungen der anderen zu Nutze zu machen, hat man ein Kuratorium berufen, das inzwischen 16 Künstlern den Auftrag gab, ihre vorgestellten Arbeiten in den Städten und Gemeinden des Landkreises zu realisieren. Der bereits erwähnte Dr. Josef Spiegel, Leiter des im Kreis Borken gelegenen Künstlerdorfes Schöppingen, hat die Aussendarstellung des Kuratoren-Teams übernommen und ist als solcher um breite Präsentation der Kunst-Veranstaltung bedacht. Kunstvereine und Galerien in der Region sollen eingebunden werden. Wir sind aufgefordert, einen oder einige der ausstellenden Künstler mit anderen Arbeiten ihres Leistungsfocus auszustellen und somit dem Publikum mit einem tiefer gehenden Einblick Person und Hintergrund näher bringen. Inzwischen sind uns einige Arbeiten der dann ausstellenden Künstler bekannt. Wir wissen auch, dass die Auswahl der Künstler durchaus unserem Verständnis der Gegenwartskunst entspricht, hatten aber noch nicht Gelegenheit, eine Auswahl zu treffen. Ein bereits vor Jahren in der Galerie ausgestellter Künstler wird eine bemerkenswerte Arbeit vorstellen, die – typisch für ihn – technisch-wissenschaftlich begründet sein wird. stossen, das auf Grund der Vorinformation aus dem Geschehen der Skulpturen-Biennale, gespannt auf das Gezeigte sein wird. Eine parallel zur Skulpturenbiennale laufende Galerieausstellung wir also vielleicht bis Oktober dauern. Im Herbst könnte dann eine weitere Exhibition gezeigt werden. Da wir aber auch gern spontan und flexibel handeln, steht für diesen Zeitraum noch kein Vorhaben fest. Eine Österreichische Künstlerin, die schon etabliert ist und Malerei zeigt, von der bisher noch jeder begeistert war; ein Belgischer weltbekannter Künstler mit fantastischen nicht funktionierenden technischen Körpern und Zeichnungen davon; einige Interpreten Moderner Afrikanischer Kunst; ein Fotokünstler, der seine Positive auf Edelstahlblech projeziert: Das sind Ausstellungen, die in unseren Köpfen als Projekte existieren. Anfang Februar besuchen wir die Rundgänge der Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Dort lernen wir immer neue, hervorragende Künstler und ihre Arbeiten kennen. Was passiert sonst noch in der Open Art Galerie für Gegenwartskunst ? Zu der Ausstellung mit Thea Gvetadze und Vera Lossau wird es sicher eine Finissage geben. Sowohl zur Vernissage - für den 10. April vorgesehen – als auch zur Finissage wird eine Künstlerin eine eindrucksvolle Performance zeigen. Sicher wird diese Kunstdisziplin für die Zukunft Eingang in die Galeriearbeit finden. Unsere Begleitveranstaltung zur Skulpturenbiennale wird sicher auch Gelegenheit bringen, Gespräche mit interessanten Personen aus dem Kunstgeschehen zu präsentieren – vielleicht als Talk-Runde oder als Interview. Diskussion rund um die Kunst hat unser persönliches Interesse und das der Freunde der Galerie. Der Massenandrang bei Großausstellungen – MOMA in Berlin, Czesanne in Essen, Hopper in Köln und andere – ist vielleicht eine Fehlleistung der Ausstellungsmacher. Ein Kreis von Künstlern mit Hang zur Politik, Kuratoren und Museumsleitern soll dazu eingeladen werden und sagen, wie man das besser machen sollte. Im September hat die Galerie einen halbrunden Geburtstag. Seit 15 Jahren zeigt Gerda Siebelt Kunst in der Galerie und bei 4 „Artline“. Grund genug mit einer kunstvollen Überraschung aufzuwarten. Freuen Sie sich darauf, Sie dürfen neugierig sein. Wir sind es auch. Das Treffen der Soroptimisten aus verschiedenen Clubs am ersten November-Samstag wird dann schon sicher als Tradition betrachtet. Sicher ist auch, dass diese Besucherinnen sich riesig auf eine gute Kunstausstellung und auf die Begegnung und das Gespräch mit einem Künstler, der etwas zu sagen hat, freuen. 12 Monate des neuen Jahres werden wir gestalten und würden uns freuen, wenn unsere Besucher spüren, dass uns diese Arbeit Spaß macht. Den Schwenk zur Gegenwartskunst haben unsere Freunde mitgetragen. Und wenn diese kleine Richtungsänderung Ihre Kritik hervorruft, lassen Sie uns Ihre Einwände wissen. Diskussion – siehe oben. Sie wollen nicht nur lesen über das Geschehen in diesem Jahr ? Lassen Sie uns Ihre Adresse wissen. Wir laden Sie dann zu den Ausstellungen ein. Wir sind gespannt auf den Verlauf des Jahres. Unverhofft kommt oft und Visionen und Flexibilität werden immer in der Galerie heute umwerfen was für morgen geplant war. Komme, was da wolle ! 
|