|
Galerie-Ausblick auf 2008
Für die kommenden Monate sind die Vorhaben für die Galeriearbeit ebenso ehrgeizig wie bisher. Wir hoffen, dass uns bei der Umsetzung nicht die Kraft verlässt, Freude und Enthusiasmus sind ausreichend vorhanden.
Nach einer Erholungspause in der ersten Woche des Jahres zeigen wir also ab dem 8. Januar die "Launen des Himmels" mit der Malerei der Beuys-Schülerin Marilis Obermüller, die den Himmel in vielen seiner endlosen Varianten eigenwillig porträtiert hat. Die zum Teil großformatigen Leinwände geben der Galerie in grauer Jahreszeit die frischen Farben der Himmel und will Betrachtern einen positiven Input geben.
Die Kombination einer Galerieausstellung mit dem Künstlerauftritt zur Deutsch-Niederländischen Grafik-Börse in Borken hat im vergangenen Jahr 2007 einen guten Erfolg gehabt und wurde auch von Veranstaltern und Besuchern gut beurteilt.
Auch in diesem Jahr wollen wir eine solche Symbiose herstellen. Statt einer One-Man-Show werden wir am 24. Februar mit der Vernissage etwa 6 Studenten um den Professor Jochen Geilen der Fachhochschule Bielefeld, Abteilung Grafik und Gestaltung, Work in Progress vorstellen. Denn in der Woche darauf werden die Studenten in der Galerie Arbeiten fertigen, die sie dann mit uns auf der Grafik-Börse vom 29. Februar bis zum 2. März präsentieren und auch zum Verkauf anbieten werden. Im weiteren Ausstellungsverlauf werden wir diese und vielleicht auch vorher gefertigte Werke der jungen Künstler in der Galerie zeigen. Professor Geilen ist der einzige bekannte Künstler in diesem Vorhaben. Der Begriff Gegenwartskunst bekommt also einen besonders aktuellen Bezug. Wir wollen diese Ausstellung auch Schulen mit Abgangsklassen gesondert vorstellen und Schülern Gelegenheit geben, sich vor Ort mit Studenten über die Möglichkeit, Kunst und Zukunft zu verknüpfen, auszutauschen. Für diese Aktion wollen wir uns um Unterstützung der Schulbehörden bei Stadt und Kreis bemühen und auch private Schulen ins Boot holen.
Internationale Aspekte haben eine feste Priorität in der Galeriearbeit der vergangenen Jahre gehabt. Die Ausstellungen "Afrikanische Kunst - contemporary" im Mai 2004 und "Kunst hoch 8" mit Arbeiten Österreichischer Künstler im November 2006 sollen eine Start für eine biennale Ausstellungsfolge sein, die wir in diesem Jahr mit der Präsentation Koreanischer Künstler als Fortsetzung anlegen wollen. Der Termin dafür soll zur besten Ausstellungszeit im Mai bis zu den Sommerferien sein. Wir beabsichtigen durchaus, die Erinnerung an eine frühere biennale Kunstausstellung in Borken zu wecken und wollen uns alle Mühe geben, der daraus entstehenden Erwartung gerecht zu werden. Weiter Vorabinformationen sind dazu derzeit nicht möglich.
Nach einer Sommerpause soll die Galerie mit Arbeiten von Hans Castrup glänzen. Wir arbeiten bereits geraume Zeit mit diesem Künstler zusammen, mit dessen Farbradierungen wir gern anspruchsvolle Kunden bedient haben. Hans Castrup zeigt aber auch attraktive Malerei und variiert mit Fotos, die oft dicht an gemalte Werke gerückt sind. Aber auch Klanginstallationen, die bisher nie gezeigt wurden, sollen Attraktionen dieser Spätsommer-Ausstellung werden.
Für eine weitere Ausstellung im späten Jahr wollen wir uns noch einen Termin freihalten, weil wir sicher wieder Ideen, Begegnungen und Empfehlungen haben werden, die eine kurzfristige Umsetzung erfordern.
Der erste Samstag im November soll wieder mit dem Auftritt eines Gastes vor eingeladenen Besuchern sein. Es wird sich eine Persönlichkeit finden, die vielleicht aus aktuellem Kunstgeschehen für diesen Termin bereit ist und interessant berichten wird.
Große Kunstereignisse wie 2007 finden nicht statt. Vielleicht können wir deshalb in diesem Jahr die Aufmerksamkeiten noch mehr auf die Galeriearbeit lenken. Ganz besonders liegt uns das sehr junge Publikum am Herzen, das sich viel zu oft mit Dingen beschäftigen muss, die so wenig mit Kultur und Kunst zu tun haben. Wenn nachwachsende Generationen nicht früh und intensiv an Kunst herangeführt werden, fehlen Museen und Galerien die Besucher und Kultur wird schnödem Konsum, banaler Unterhaltung und stupiden Werbebotschaften unterliegen.
Wir wollen uns auf verschiedenen Ebenen Mühe geben, dagegen vehement anzukämpfen. Das haben wir uns für 2008 ganz fest vorgenommen und hoffen, 12 Monate später auch darüber inhaltsvoll berichten zu können.
|