ruhnau_stuhl2Als Architekt für Theaterbauten ist Professor Werner Ruhnau (*1922) in die Baugeschichte eingegangen. Als Miturheber des Stadttheaters Münster hat er in den 50iger Jahren als alleinverantwortlicher Architekt das berühmt gewordene Gelsenkirchener Theater (heute MIR) geplant und als universeller Bauleiter realisiert. Vor wenigen Monaten feierte man im Revier den 50. Jahrestag der Eröffnung.

Bereits in Münster hat der Baumeister bildende Kunst am Haus für darstellende Kunst für notwendig erachtet und realisiert.

Beim Gelsenkirchener Theaterbau ging er entschieden weiter, hat namhafte Künstler eingeladen, mit ihren Ideen und Arbeiten ein Gesamtkunstwerk aus dem großen Bauwerk zu machen.

Für die beteiligten Kreativen Norbert Kricke, Yves Klein, Jean Tinguely, Robert Adams, Prof. Dierkes und Franz Krause war es neu, als Team in einer „Bauhütte“ zusammen zu wohnen und zu erleben, wie man sich gegenseitig mit tollen Ideen ergänzen konnte. Den Start in eine große Karriere hat die Zusammenarbeit geradezu befeuert.

Den größten Schub nach vorn machte Yves Klein, der niemals zuvor einen öffentlichen Auftrag bekommen hatte, der niemals zuvor eine so große Arbeit abzuliefern hatte. Sicher war er glücklich, in Werner Ruhnau den kompetenten Realisierer und Beherrscher aller Probleme an seiner Seite zu haben.

Werden heute relativ kleine Schwammreliefs in Blau zu Millionenpreisen gehandelt, sind die zwei größeren Schwammreliefwände in Gelsenkirchen etwa 40 qm groß.

Im denkmalgeschützten Gelsenkirchener Theater befinden sich vier Schwammreliefwände und zwei riesige blaue Wände als Putzreliefs mit wolkiger Oberfläche, aufgeraut durch kleine Einwurfkrater darin.

Aus den Gedankenspielen in der Bauphase während der „Bauhütten“-Zeit war für später eine weitere Zusammenarbeit zwischen Werner Ruhnau und Yves Klein verabredet. Nach der Fertigstellung des Theaterbaus in Gelsenkirchen war Yves Klein jedoch intensiv mit dem Ausbau seiner eigenen Karriere beschäftigt. Er starb mit 33 Jahren im Januar 1962.

In Erinnerung an die gedeihliche Zusammenarbeit bis 1959 und beabsichtigte weitere gemeinsame Aktionen hat Werner Ruhnau Kunstwerke in Gelsenkirchener Blau erschaffen, die mit Materialien erstellt sind, wie sie auch am Theaterbau Verwendung fanden.

Wir haben von Dezember 2008 bis Januar 2009 von Werner Ruhnau geschaffene Arbeiten mit großem Erfolg ausgestellt.

Von der aus diesem Anlass aufgelegten Edition von 100 Exemplaren aus blauem Ziegeldraht haben wir noch wenige Stücke zum Preis von 95,00 € anzubieten.

 

foyer-sessel

Eine weitere - ganz andere - Edition aus unserer Zusammenarbeit mit Werner Ruhnau geht ebenfalls auf das Theater in Gelsenkirchen zurück.

prospekt_50erDas großzügige Foyer des Baus für die „schönen Künste“ war mit recht eigenwilligen Drehsesseln ohne Rückenlehne in wohl 120facher Ausführung ausgestattet worden.

Die Sitzmöbel stellen exklusives Design dar. Da war es verständlich, dass es seit Eröffnung des Theaters 1959 immer wieder Wünsche gab, ein Exemplar davon zu besitzen.

Wir konnten zunächst mit Werner Ruhnau über die Rechte an einer Neuproduktion reden und dann Axel Bruchhäuser, den Inhaber des Klassik-Möbelherstellers TECTA begeistern, die Produktion einer signierten und nummerierten Auflage von 50 Exemplaren sicher zu stellen.

Sie können diesen „Foyer-Sessel Gelsenkirchen“ kaufen - nur bei uns !

Inzwischen sind etwa 35 dieser exklusiven Sitze verkauft. Sie werden in die Reihe der ganz besonderen Möbel mit einer großen Vergangenheit eingehen. Sie erzählen von einem einzigartigen Bauwerk, von einer beispielhaften Zusammenarbeit großer Künstler und werden dem „Besitzer“ Sitzvergnügen der besonderen Art bieten !