Über Mich

Gerda Siebelt: Über die Galerie und ihre Geschichte

Kunst infiziert – das bemerkte ich schon sehr früh und war als Jugendliche bereits fasziniert von künstlerischen Arbeiten und deren Farben und Formen. Außerdem entdeckte ich, inspiriert durch die elterliche Möbelbranche, den Wert von gutem Design. 1990 wurde der langgehegte Traum einer eigenen Galerie Wirklichkeit.
In fast dreißig Jahren entwickelte sich das Angebot von eher dekorativen Wandbildern und Objekten zu anspruchsvoller Kunst. Einen hochwertigen Künstler, dem Bauhausmaler Heinrich Neuy, der bei Kandinsky, Albers und Mies van der Rohe studiert hatte, lernte ich noch persönlich kennen und schätzen. Es ergab eine wunderbare Zusammenarbeit und inzwischen existiert in Borghorst, seinem Wirkungsort, das einzige Bauhausmuseum in NRW und das mit seinem Namen.
In über 100 Ausstellungen mit Vernissagen stellte ich dem interessierten Publikum hochwertige Kunst vor. Natürlich ist der Verkauf für Künstler und Galeristen existentiell, aber sehr am Herzen liegt mir die Kunstvermittlung. Menschen für Kunst zu begeistern, ihre Augen zu öffnen und somit Interesse zu wecken ist mein Ziel. Das Buch „Picasso, eine Botschaft an die Kinder“, erstellt mit und durch die Initiative der Autorin Erika Reichert für das Picasso Museum Münster, legt davon ebenfalls Zeugnis ab.

 

Viermal gelang es mir in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kreis die „Artline Borken“ durchzuführen. Kunst an allen Orten, sowie Vorträge, Musik, Workshops, Aktionen und Auktionen belebten jeweils für vier Wochen die Stadt und wurden weit über die Grenzen registriert und honoriert. Nach der erfolgreichen Europa Artline erklärte sich sogar der Documenta-Macher Jan Hoet bereit, diese Aktion und Präsentation als Artline 5 zu übernehmen. Borken konnte mit weltberühmten Künstlern und hochkarätigen Ausstellungen auf sich aufmerksam machen.
Leider wurde diese Idee, Borken durch die Artline zu einer Kunststadt zu machen, nicht weiterverfolgt… Schade!

 

Gemeinsam mit meinem Mann, Erwin Kleinau, gelang es uns, auch den Schwerpunkt afrikanische Gegenwartskunst in der Galerie erfolgreich zu präsentieren. Architekt Professor Ruhnau, der das berühmte Gelsenkirchener Theater 1959 erbaute und dort durch sechs große, blaue Wandreliefs den Künstler Yves Klein weltberühmt machte, wurde ein Freund und Förderer der Galerie. Der einzigartige Dreh-Foyer-Sessel
wurde hier erstmalig präsentiert und in einer Auflage von 50 signierten und limitierten Exemplaren exklusiv angeboten. Inzwischen haben sie alle einen Liebhaber gefunden.
Ein optisch starkes Merkmal für Borken setzte im Dezember 2010 der katalanische Künstler Manel Marzo Mart, dessen fast fünf Meter hohe Skulptur „Puerta“ seitdem den Eingang zum Neutor kennzeichnet. Initiiert durch die Galerie, fand die ursprüngliche Idee der Markierung eines früheren Eingangstors von Borken, viele Unterstützer und Sponsoren. Speziell durch die großzügige Unterstützung der Familie Seibel, Inhaber der Firma „Borkener Kistenfabrik “, konnte die Realisierung erfolgen.

 

Der plötzliche Tod meines Mannes und Inspirators 2015 war ein großer Schock. Dennoch siegte die Liebe zur Kunst und den Künstlern. Mit dem Ehepaar Loos, zuständig jetzt für Rahmungen und Sigrid Schätz, der Ehefrau des Künstlers Robert Schätz erhielt ich in den letzten drei Jahren wertvolle Unterstützung.

 

Ab dem 16. September wird in der Open Art Galerie ein neues Kapitel aufgeschlagen. Yvonne Wild, dem Edelstein- und Schmuckhersteller in 9. Generation, Wild, familiär verbunden, wird die Kunstsparte durch ein Angebot von hochwertigem Schmuck erweitern. In regelmäßigen Abständen wird sie jeweils eine umfangreiche Kollektion ausgesuchter Hersteller präsentieren, die ansonsten nur auf den großen Schmuckmessen zu sehen sind. Exklusivität und traditionelle Wertarbeit sind dabei ihr Schwerpunkt.

Ich freue mich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit!

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